Aprikosen sind eine besondere Sorte Obst. Bei uns zu Hause sind wir uns einig, dass sie erstaunlich sind, und wir freuen uns jedes Jahr auf ihren unnachahmlichen Geschmack. Die besten Aprikosen sind vollkommen weich, so dass sie fast aufweichen, wenn Sie sie in der Hand haben. Der süß-saure Saft und die leuchtend orangene Farbe sind eine tödliche Kombination. Sie müssen dann essen und essen und essen .

Für den Obstbauern ist die Aprikosensaison kurz. Sie dauert drei Wochen, in denen wir alles schnell verkaufen müssen. Unsere sonnenverwöhnten Aprikosen – und nicht die „gefälschten“ importierten – reifen schnell und unregelmäßig. Was bedeutet das für uns?

Dass die guten Aprikosen nach der Ernte bis zu einer Woche (maximal) im Kühlschrank bleiben können. Am besten ist es für uns, die Aprikosen gleich am zweiten Tag zu verkaufen. Und in diesem Zusammenhang geben wir zu, dass es für unsere Familie am besten und einfachsten ist, wenn wir die Aprikosen auf Bestellung pflücken, weil wir nur Aprikosen anbauen und vermarkten. Darüber sind wir sehr glücklich. Eine weitere Besonderheit bleibt dem Verbraucher verborgen: Ein Teil unserer Familie fährt in den Obstgarten und pflückt Aprikosen. Sie müssen mehrmals hoch in die Bäume klettern. Da wir die Aprikosen lieben, gefallen uns nur die besten Aprikosen, so dass wir nicht alle auf einmal ernten können. Sie reifen langsam und nicht alle zur gleichen Zeit, deshalb durchkämmen wir jeden Ast mehrmals. Dabei kommt es sogar vor, dass ich mich an einige Aprikosen erinnere. Greife ich eine Aprikose, die noch unreif oder fest ist, lasse ich sie hängen und warte, bis sie gut ist. Und so weiter, bis alle reif sind. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr idealistisch und unwahr klingt... Natürlich kann bei den geernteten Aprikosen eine ein wenig fester und unreifer sein als eine andere, aber wir denken, dass das normal ist. Wir sind keine Profis und unser Vorteil ist, dass sie nicht unsere Haupteinkommensquelle sind. Deshalb wir haben eine Pflege mit Aprikosen. Die ganze Arbeit rund um die Aprikosen ist für uns eine Nebentätigkeit, die uns Freude bringt, weil wir uns dabei in der Natur bewegen, außerdem erzeugt sie ein wenig Adrenalin (während wir sie verkaufen) und vor allem – ich weiß nicht, ob ich für unsere gesamt Familie sprechen kann – verschafft es mir ein Gefühl von Tradition und Wurzeln. So sind wir mit unseren Vorfahren verbunden – das hat uns schon Wenzel als Kind erzählt.

Und was ist mit den härteren und unreiferen Aprikosen? Kein Problem. Am besten geben Sie sie in einen Einmachtopf. Dann haben die Aprikosen eine gute Form und sie werden nicht wässrig. Desweiteren kann man sie klein­schneiden und in einem Kuchen backen. Das einzige, was sie dann noch brauchen, ist Zucker.

Wenn Aprikosen hart und frisch sind, können sie noch reifen. In dem Moment haben sie noch viel natürliche Stärke in sich und Sie können sie in einer Schüssel liegen lassen. Sie werden vor Ihren Augen in der Schüssel reifen und dann können Sie sie nach 2 bis 3 Tagen essen. Sie werden wie frische Aprikosen schmecken.

Und was machen wir mit kleinen Aprikosen? Wir sagen zu ihnen „mrňky“ (klitzekleine Aprikose). Wir geben sie in einen Knödel. Sie können sie wälzen und brauchen sie nicht zu halbieren.

Es gibt große Unterschiede zu Aprikosen aus dem Ausland oder die Sie in einem Geschäft kaufen. Farbe, Größe, Geschmack und Aussehen dieser Aprikosen sind gleich. Diese Aprikosen sind unberührt aus einen Zweigen, einer Biene und ich denke, dass auch menschlichen Hand und Seele oder Herz. Es ist ein Kügelchen für die Robotern. Diesen Aprikosen sind langweiligen, traurigen und kühlen...

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